Ich baue derzeit ein etwas komplexes AAO-System und wollte dementsprechend einige Gedanken teilen. Das System ist derzeit noch in der Planung um festzustellen was mit dem jetzigen Stand des Spiels überhaupt möglich ist und wofür noch Änderungen vorzuschlagen sind. Daher sollten einige der erwähnten Punkte nur in der Theorie so funktionieren und wurden noch nicht getestet. Die behandelte Leitstelle ist die ILS München. Diese verwendet dementsprechend “Bayern Stichwörter”:
- Fahrzeugmodule: Es sollte theoretisch möglich sein einer Einheit die stets auf Status 6 bleibt eine Dispogruppe zuzuordnen (z.B. M_Gefahrgutzug). Dem Gebiet wird nun folgendes zugeordnet “(M_Gefahrgutzug; (M_ABC_ELW_7_1; M_ABC_ELW_2_1), (M_GW_G_7_1; M_GW_G_2_1))”. Theoretisch sollte nun das hinzufügen der Dispogruppe M_Gefahrgutzug zu einem Stichwort, jeweils nach Reihenfolge einen “ABC”-ELW und einen GW-G zum Einsatz hinzufügen. In dieser Größenordnung ist das grundsätzlich uninteressant könnte aber bei größeren oft erwähnten Fahrzeuggruppierungen eine deutliche Erleichterung beim Erstellen der AAO darstellen.
- NAW / NEF+RTW: Um bei einem RD 2 Stichwort entweder einen NAW oder ein NEF mit einem zusätzlichen RTW zu alarmieren gibt es meines Wissens nach keine Möglichkeit auf die ausrüstungsbasierte Disposition zu verzichten. Bei Verwendung dieser wird jedem RTW die Ausrüstung RTW-RD und RTW-NA zugeordnet, jedem NEF die Ausrüstung NA und jedem NAW die Ausrüstung NA und RTW-NA. Bei einem RD 2 Stichwort wird nun als geforderte Ausrüstung RTW-NA und NA angegeben. Somit wird zunächst nach einem RTW-NA gesucht. Ist das nächste Einsatzmittel ein RTW so wird dieser und zusätzlich der nächste Notarzt vorgeschlagen. Somit fährt stets das nächste Rettungsmittel RTW/NA zum RD 2 Stichwort, wie das auch normalerweise zur Minimierung der Eintreffzeit vorgesehen ist. Auch das gezielte Vorschlagen von RTW-BF bei RD 2 Stichworten wird durch die Unterscheidung zwischen RTW-NA und RTW-RD möglich. So werden diese nicht zu jedem Rettungsdiensteinsatz sondern ausschließlich zu RD 2 Einsätzen disponiert. Bei Einsätzen mit mehreren Rettungswägen ist wichtig stets zuerst die RTW-NA in der benötigten Ausrüstung zu listen, da sonst von Anfang an RTW-RD gesucht werden, wodurch kein RTW-NA vorgeschlagen wird, auch wenn dieser das nächste Mittel ist. Durch die Zuordnung von RTW-RD bei den meisten RTW-NA ist es notwendig bei der benötigten Anzahl RTW-RD die Anzahl von benötigten RTW-RD+RTW-NA zu verwenden. Die richtige Anzahl zu treffen ist zwar so nicht garantiert, da beispielsweise RTW-BF keine Ausrüstung RTW-RD “mitbringen”, es werden aber immer mindestens die benötigte Anzahl disponiert. Theoretisch wäre auch die Einführung einer dritten Ausrüstung RTW-MANV möglich, um dies zu vermeiden.
- Vorschlag des nächsten Rettungsmittels ohne Ausrüstung: Für das gezielte Alarmieren wäre es sehr sinnvoll in der Zuordnung der Rettungsmittel zu einem Gebiet eine Aufführung mit * zu erlauben um alle genannten Rettungsmittel zuzuordnen und nach Distanz sortiert alarmierbar zu machen. So wäre z.B. einem Gebiet M_HLF_BF_* zugeordnet. Wenn nun ein Stichwort ebenfalls M_HLF_BF_* enthält würde nun das nächste Fahrzeug mit einer passenden Dispogruppe (z.B. M_HLF_BF_4_1) vorgeschlagen. Mit dieser Veränderung wäre das Erstellen komplexer AAO-Systeme deutlich erleichtert, da im Nachhinein weniger Änderungen durchgeführt werden müssen. Auch neue Systeme werden überhaupt erst möglich, da oft die maximale Ausrüstungsmenge das Limit setzt. Auch das Vorschlagen nach Distanz, dass aber nur in einem bestimmten Gebiet (in München z.B. im Stadtgebiet) durchgeführt wird ist derzeit schlicht nicht möglich.
Statt der Zuordnung mit * wäre auch eine Alternative Möglichkeit mit der Auflistung aller zugeordneten Fahrzeuge, die nach Distanz alarmiert werden sollen vertretbar. Diese wäre aber aufgrund erwähnter Gründe eher als Alternative, falls die Umsetzung sonst nicht möglich ist anzusehen.
Da aktuell keine Vorschläge gemacht werden können, konnte ich dies bisher nicht anbringen, daher hoffe ich, dass durch diese Erklärung eine Umsetzung erreicht werden kann. - Zeitbasiertes Vorschlagen nach Distanz: Egal ob mit oder ohne Ausrüstung sollte es eine Möglichkeit geben um bei der Disposition nach Distanz einzubeziehen, ob ein Fahrzeug ehrenamtlich ist oder nicht. So könnte z.B. für alle ehrenamtlichen Fahrzeuge (idealer natürlich für jedes Fahrzeug einzeln nach Uhrzeit/Wochentag einstellbar) die zu erwartende Ausrückzeit hinterlegt werden. Wenn nun das nächste Fahrzeug alarmiert werden soll wäre diese Zeit mit einzubeziehen um so das (in der Regel) ersteintreffende Fahrzeug zu alarmieren.
Ich denke in nächster Zeit werden hier noch weitere Punkte hinzukommen, die ich einfach unten ergänzen werde.
Teilt mir gerne eure Gedanken oder Vorschläge zu den Punkten mit.